Zecken
Im Frühjahr kommt es häufiger zum Auftreten von Zeckenstichen. Diese Tiere leben bodennah und im Gebüsch, so dass lange Hosen und geschlossene Schuhe hier Schutz bieten können.
Wird ein Mensch von einer Zecke gestochen, so können grundsätzlich zwei Erkrankungen übertragen werden: Erstens die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME), eine durch Viren hervorgerufene Erkrankung, sowie das Erythema migrans, eine bakterielle Erkrankung, die durch Borrelien ausgelöst wird. Gegen die Hirnhautentzündung gibt es zwar eine Impfung, aber keine spezielle Behandlung im Krankheitsfall. Demgegenüber kann die bakteriell bedingte Borreliose sehr gut mit Antibiotika behandelt werden, sofern sie rechtzeitig erkannt wird.
Das Risiko sich über Zecken mit Borrelien zu infizieren, ist um ein vielfaches höher als die Gefahr einer Hirnhautentzündung. Ca. 30% der Zecken in Deutschland sollen mit den Borrelien-Erregern befallen sein. Die Wahrscheinlichkeit während eines Lebens mit Borrelien infiziert zu werden, beträgt für den Mitteleuropäer ca. 7%. Die Hirnhautentzündung kommt demgegenüber selten vor: 42 dokumentierte Fälle in 9 Jahren bewogen die Experten, den Odenwald 2001 als Risikogebiet einzustufen. Knapp 0,5% der Zecken wiesen dort das FSME-Virus auf. Die Einstufung als Risikogebiet zieht die Empfehlung nach sich, bei erhöhtem Zeckenstichrisiko eine Schutzimpfung anzustreben. Die aktuellen Daten für 2002 ergeben 114 neue FSME-Fälle in der Bundesrepublik. Davon entfallen auf Baden-Württemberg 53, Bayern 42, Hessen 7, Thüringen 6, Sachsen 3, Niedersachsen 2 und Rheinland-Pfalz 1. Für Hessen ist der Kreis Darmstadt-Dieburg als neues FSME Risikogebiet ausgewiesen.
Weitere Informationen über Risikogebiete der FSME in Deutschland:
Epidermologisches Bulletin, Mai 2004/ Nr. 21, Robert Koch Institut
Epidermologisches Bulletin, Mai 2003/ Nr. 20, Robert Koch Institut
Anlage zum Epidermologischen Bulletin, Juni 2003, Robert Koch Institut
www.rki.de, Robert Koch Institut